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Deutsche Konzerne bei Klimaschutz-Berichterstattung führend

November 25, 2015
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Die deutschen Konzerne unter den weltweit 250 größten Unternehmen (G250) sind im internationalen Vergleich führend, was die Berichterstattung zu den Klimaschutzbemühungen angeht. So informieren sämtliche 18 G250-Unternehmen aus Deutschland über ihre CO2-Emissionen (weltweiter Durchschnitt: 82 Prozent). Und 94 Prozent der G250-Konzerne  hierzulande haben sich auch ein konkretes Ziel zur Senkung dieser Emissionen gesetzt – deutlich mehr als von den internationalen Wettbewerbern (Durchschnitt 52 Prozent). Das hat eine weltweite KPMG-Analyse von 4500 Nachhaltigkeitsberichten ergeben, die heute anlässlich des bevorstehenden UN-Klimaschutzgipfels in Paris veröffentlicht wurde.

Simone Fischer, Head of Sustainability Services Deutschland bei KPMG: „Über 150 Regierungen haben sich bereits dazu verpflichtet, für eine Reduzierung der  CO2-Emissionen ihres Landes zu sorgen, um etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Dadurch wächst der Druck auf Unternehmen, über ihre Klimaschutzanstrengungen zu berichten. Doch nur die Hälfte der 250 größten Unternehmen weltweit hat sich auch konkrete Einsparungsziele für CO2-Emissionen gesetzt. Dazu kommt, dass in vielen Fällen die Fristen dafür Ende dieses Jahres ablaufen, ohne dass bisher neue Ziele festgelegt wurden. Bei den Stakeholdern kann dies schnell zu Verunsicherung führen. Hier besteht deshalb dringender Handlungsbedarf.“

Beim „KPMG Survey of Corporate Responsibility Reporting 2015“ handelt es sich bereits um die neunte Untersuchung dieser Art seit 1993. Seitdem ist der Anteil der Unternehmen, die einen Nachhaltigkeitsbericht vorlegen, weltweit von 12 Prozent auf 73 Prozent gestiegen. Bei über der Hälfte der untersuchten 4500 Unternehmen ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung inzwischen in den jährlichen Geschäftsbericht integriert (56 Prozent) – 2011 war dies erst bei 20 Prozent der Fall. Der Anteil der Unternehmen, die sich ihren Nachhaltigkeitsbericht durch einen unabhängigen Prüfer verifizieren lassen, wächst kontinuierlich. Er liegt weltweit bei 42 Prozent und unter den G250 bei 64 Prozent.

Erstmals wurde in diesem Jahr auch die Klimaschutz-Berichterstattung der G250 analysiert. Demzufolge berichten drei Viertel dieser Unternehmen über ihre CO2-Emissionen, von denen sich wiederum 60 Prozent ein Reduktionsziel setzen. Insgesamt hat die Klimaschutz-Berichterstattung der G250 noch Luft nach oben: gemessen an sieben maßgeblichen Kriterien zur Berichterstattung erzielen die G250 im Durchschnitt 51 von 100 erreichbaren Punkten auf einer KPMG-Werteskala; die deutschen Konzerne schneiden dabei mit durchschnittlich 75 Punkten deutlich besser ab.

 

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